Clever mit Geld umgehen: Die zehn wichtigsten Budget- und Spartipps für junge Erwachsene
Text: Lilly Toriola, Kommunikationsverantwortliche Wirtschaftsschule Thun
Der Start ins Erwachsenenleben bringt viele Freiheiten, aber auch finanzielle Verantwortung mit sich. Wer früh lernt, sein Geld sinnvoll einzuteilen, schafft die Grundlage für finanzielle Sicherheit und mehr Unabhängigkeit. Zehn Tipps, die helfen, das Budget im Griff zu behalten und langfristig Vermögen aufzubauen.
1. Ein Monatsbudget erstellen
Der erste Schritt zu gesunden Finanzen ist, sich einen Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Wer seine Fixkosten wie Miete, Krankenkasse, Steuern oder ÖV-Abonnement kennt, kann sein Geld gezielter einsetzen.
2. Das 50-30-20-Prinzip anwenden
Eine bewährte Regel: 50 Prozent des Einkommens für Fixkosten einplanen,
30 Prozent für Freizeit und persönliche Wünsche (Ausgang, Hobbys, Shopping)
sowie 20 Prozent des Lohns sparen (als Notgroschen, für Ferien und Vorsorge).
3. Automatisch sparen

Daueraufträge auf separate Konten direkt nach dem Lohneingang helfen,
regelmässig Geld zur Seite zu legen. So wächst der Sparbatzen fast unbemerkt.
Drei Monatslöhne (15'000.- CHF) gelten für junge Menschen als ein ange-messener Notgroschen. Das klingt nach viel. Da unerwartete Ausgaben jederzeit auftreten können, lohnt es sich aber, schrittweise finanzielle Reserven anzulegen.
4. Abos regelmässig überprüfen
Ob fürs Handy, Fitnessabo oder Streaminganbieter:
Monatliche Abogebühren können ein tiefes Loch ins Budget reissen. Wer regelmässig prüft, welche Angebote wirklich genutzt werden, spart schnell mehrere hundert Franken pro Jahr. Wer mit dem Handy fast nur über WLAN-Verbindungen aufs Internet zugreift, kann beispielsweise mit einem Wechsel auf Prepaid Geld sparen.
Eine andere Sparmöglichkeit ist das Streamingabo mit Nachbarn, Freunden
oder Familienmitgliedern zu teilen.
5. Essen planen und vorkochen
Selbst kochen ist deutlich günstiger als tägliche Restaurant- oder Take-away-Besuche. Meal Prep spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit.
6. Mit Einkaufsliste einkaufen
Spontankäufe treiben die Ausgaben in die Höhe. Wer vor dem Einkauf plant
und nicht hungrig einkaufen geht, kauft gezielter und günstiger ein.
7. Gebraucht statt neu kaufen
Velos, Möbel, Elektronik oder Kleidung sind auf Secondhand-Plattformen oft
deutlich günstiger. Das schont sowohl das Budget als auch die Umwelt. Noch
günstiger als Kaufen ist Teilen. Das ist im Familien- oder Freundeskreis, aber
auch via Leihplattformen wie «sharely» oder «pumpipumpe» möglich.
8. Krankenkasse und Steuern optimieren
Für junge Menschen in der Schweiz sind Krankenkasse und Steuern oft
die grössten Fixkosten. Es macht deshalb Sinn, einen Dauerauftrag für diese
Ausgaben einzurichten und monatlich Geld beiseitezulegen, sobald der erste
Lohn fliesst. Junge Erwachsene sollten ihre Krankenkassenprämien regelmässig
vergleichen und zu günstigeren Anbietern wechseln. Junge, gesunde Menschen sparen oft mit einer höheren Franchise. Eine weitere Möglichkeit zu sparen, ist, die Prämie halbjährlich oder jährlich im Voraus zu bezahlen.
Studierende und Berufseinsteiger mit bescheidenem Einkommen profitieren
zudem oft von Prämienverbilligungen.
9. Mobilität
GA oder Halbtax sind meist günstiger als ein Auto. Wer trotzdem ein Auto hat,
sollte nicht vergessen, auch die Kosten für die Versicherung, das Benzin, den
Unterhalt, Verkehrsabgaben, Parkgebühren und Parkplatzmiete zu budgetieren.
10. Frühzeitig für die Zukunft vorsorgen
Einzahlungen in die Säule 3a bieten steuerliche Vorteile und ermöglichen
den Aufbau von langfristigem Vermögen. Wer früh beginnt, profitiert besonders stark vom Zinseszinseffekt. Auch hier lohnt sich ein Dauerauftrag, damit man nicht in Versuchung kommt, das Geld anderweitig auszugeben.





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