KI kann viel. Gedanken lesen gehört nicht dazu.
- Karin Burkhard

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Warum dein eigenes Wissen für die KI oft wertvoller ist als der perfekte Prompt.
Text: Eveline Birrer, Expertin für visuelle Kommunikation
«Mach uns einen coolen LinkedIn-Post für unsere Lehrstellen.»
Wenn ich als Kreativschaffende so ein Briefing bekomme, habe ich vor allem eines: Fragen. Cool für wen? Was soll der Beitrag erreichen? Und was bedeutet «cool» überhaupt?
Eine KI steht vor demselben Problem. Mit einem kleinen Unterschied: Sie fragt nicht unbedingt nach. Sie macht einfach mal. Und schon lächelt ein junger Mensch mit Laptop in die Kamera. Daneben steht: «Starte deine Zukunft mit uns! 🚀» Nicht falsch. Aber ziemlich austauschbar.

Gleicher Auftrag. Anderes Briefing.
Als Kreativschaffende habe ich gelernt: Gute Arbeit beginnt mit einem guten Briefing. Bei KI ist das erstaunlich ähnlich.
1. Je klarer der Auftrag, desto besser das Ergebnis
Gib der KI Kontext, Ziel, Zielgruppe und andere relevante Informationen mit. Überlege dir, was du auch einer Teamkollegin, einem Designer oder einer Agentur erklären würdest. Bring ruhig auch dein eigenes Fachwissen ein. So wird das Ergebnis noch gezielter.

2. Lass Rückfragen zu
Ein gutes Briefing lässt Raum für Rückfragen. Das gilt auch für KI: Bitte sie, nachzufragen, wenn ihre Informationen fehlen oder etwas unklar ist.
3. Schärfe dein Ergebnis
Das erste Ergebnis ist ein Entwurf. Sag konkret, was passt und was nicht, und entwickle es Schritt für Schritt weiter.
4. Lass dich überraschen
KI kann mehr als ausführen. Sie kann dir helfen, aus deiner eigenen Bubble auszubrechen. Bitte sie um Gegenentwürfe, ungewöhnliche Perspektiven oder Ideen, auf die du selbst vielleicht nicht gekommen wärst.
Für unsere Lehrstellenkampagne nutzen wir genau das: Mit Gemini entwickeln wir verschiedene Konzepte, mit Adobe Firefly visualisieren wir die stärkste Idee und mit Canva AI wird daraus ein fertiges LinkedIn-Design.


KI ist dein Sparringspartner, nicht dein Tagebuch
Vertrauliche, sensible oder personenbezogene Informationen gehören nicht gedankenlos in ein KI-Tool. Und nur weil eine Antwort überzeugend klingt, muss sie nicht stimmen. Fakten und Ergebnisse solltest du jeweils gut prüfen.
Vom Zufallstreffer zum System
Wer lernt, klar zu briefen, gezielt nachzufragen und Ergebnisse zu beurteilen, macht aus Zufallstreffern einen verlässlichen Workflow. Genau hier setzen die Seminare an: Nicht mit einer fertigen Lösung für alle, sondern mit Methoden, die sich auf die eigenen Aufgaben und Abläufe übertragen lassen. Fragen stellen, ausprobieren, Feedback erhalten und gemeinsam herausfinden, was im eigenen Arbeitsalltag wirklich funktioniert. So entsteht Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Umgang mit KI.
Diese Fähigkeiten lassen sich trainieren.
In unseren KI-Seminaren üben Sie genau das – praxisnah, mit konkreten Tools und anhand von Aufgaben aus dem Berufsalltag. So wird aus «Ich probiere KI mal aus» Schritt für Schritt ein sicherer und effizienter Umgang.
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