Ein Porträt über die Schweizer Zucker AG
- Karin Burkhard

- vor 16 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Text: Marc Spring Leiter HR, Mitglied der Geschäftsleitung & Geschäftsführer der Pensionskasse
Die Schweizer Zucker AG (SZU) ist das Herz der einheimischen Zuckerproduktion.
Gegründet 1997 aus der Fusion der traditionsreichen Fabriken in Aarberg BE und Frauenfeld TG blickt das Unternehmen auf eine lange Geschichte zurück: In Aarberg wird seit 1899 und in Frauenfeld seit 1963 Zucker hergestellt.

Heute beschäftigt die SZU an beiden Standorten rund 250 Mitarbeitende sowie 25 Lernende, ergänzt durch etwa 80 Saisonkräfte während der intensiven Rübenkampagne von September bis Dezember. In dieser Zeit verarbeiten
sie rund 1,5 Millionen Tonnen Zuckerrüben zu etwa 230 000 Tonnen Zucker – ein bedeutender Beitrag zur Versorgung der Schweiz mit einheimischem Rübenzucker.
Neben der Produktion setzt die SZU auch auf moderne und faire Arbeitsbedingungen.
2025 wurde der firmeneigene Gesamtarbeitsvertrag gemeinsam mit dem Kaufmännischen Verband Bern und der Unia erneuert und an die heutigen Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst.
So wurden beispielsweise Schichtübergaben, Umkleidezeiten, Arbeitseinsätze
und Pausen flexibilisiert. Darüber hinaus legt der GAV einen besonderen Fokus auf Weiterbildung und persönliche Entwicklung und ermutigt die Mitarbeitenden, ihre
Karriere aktiv zu gestalten.
Weiterbildung

Die SZU legt grossen Wert darauf, dass ihre Mitarbeitenden sich kontinuierlich weiterentwickeln – persönlich wie beruflich. Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in vier Bereiche: persönliche Entwicklung, betriebsnotwendige Ausbildung, Führungsausbildung und fachspezifische Schulungen am Arbeitsplatz. Während sich die betriebsnotwendigen Ausbildungen auf Standardausbildungen und Kurse wie Stapler-, Kran- und Arbeitssicherheitskurse etc. fokussieren, sind fachspezifische Ausbildungen am Arbeitsplatz etwas fokussierter. Neue Mitarbeitende bringen häufig einen beruflichen Hintergrund als Elektroinstallateur:in, Mechaniker:in oder in einem anderen Handwerksberuf mit. Vor Ort werden sie über längere Zeit in die Abläufe der Zuckerherstellung eingearbeitet, von der Saftreinigung über die Verdampfstation bis hin zum Zuckerkochen im Schichtbetrieb. So wird gewährleistet, dass wertvolles Fachwissen weitergegeben und im Produktionsalltag sicher angewendet wird. Gezielt gefördert werden mögliche zukünftige Kadermitarbeitende mittels Beiträgen an Fachschulen, höheren Fachschulen, Fachhochschulen oder
spezifischen Fachkursen für interne Spezialisten oder dem Erwerb von CAS-Zertifikaten. Darüber hinaus nehmen Mitarbeitende regelmässig an Weiterbildungen des Kaufmännischen Verbands Bern teil.
Berufliche Grundbildung

Die SZU setzt auf Nachwuchsförderung: Rund 10% der Mitarbeitenden sollen in einer Lehrstelle ihre berufliche Grundbildung absolvieren. Dieses Ziel erreicht die
SZU mit Ausbildungsplätzen in den Berufen Kaufmann/-frau, Elektroinstallateur:
in, Logistiker:in und Polymechaniker:in. Ergänzend werden nach Möglichkeit
Praktika in weiteren Unternehmensbereichen angeboten.
Die SZU bietet auch in den Lehrberufen sehr attraktive Ausbildungen an, da die
Herstellung von Zucker einige, einzigartige Tätigkeiten ergibt. In der kaufmännischen Grundbildung steht an beiden Standorten pro Lehrjahr jeweils ein
Ausbildungsplatz offen. Die Lernenden durchlaufen während ihrer Ausbildung
verschiedene Abteilungen und erhalten so umfassende Einblicke in die Bereiche
Verkauf, Empfang, HR, Rübenmanagement, Futtermitteldisposition, Beschaffung
und Finanzen.
Karriere in der SZU
Marc Spring, Leiter HR, Mitglied der Geschäftsleitung und Geschäftsführer der
Pensionskasse der Schweizer Zucker, ist ein bemerkenswertes Beispiel für die
Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Nach seiner kaufmännischen
Grundbildung mit Berufsmaturität startete er im HR der SZU und absolvierte
berufsbegleitend verschiedene, vom Unternehmen unterstützte Weiterbildungen:
Betriebsökonom FH, CAS in Diversity- und Gleichstellungskompetenz sowie
zahlreiche fachspezifische Kurse in HR, Führung und Pensionskassenmanagement.
Dank klarer Karriereplanung und gezielter Förderung stieg Marc Spring Schritt für Schritt auf: Zuerst übernahm er die Leitung der Personaladministration, danach die HR-Leitung – im Hinblick auf die bevorstehende Pensionierung seines Vorgängers – inklusive Geschäftsführung der Pensionskasse und schliesslich einen Sitz in der Geschäftsleitung der SZU.
Sein Werdegang zeigt, wie die SZU junge Talente gezielt fördert, sie kontinuierlich
weiterbildet und ihnen Perspektiven für langfristige Verantwortung bietet.
Vielen Dank Marc Spring für diesen spannenden Einblick!








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