Generation Alpha – aufgewachsen zwischen Wischbewegung und Wertefragen
- Karin Burkhard

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Text & Bild: Sonja Schneiderbauer, Schneiderbauer GmbH
Bereits im Mutterleib war die Generation Alpha Teil von WhatsApp-Chats und Instagram-Stories. Sie ist die erste Generation, die vollständig in einer digitalen Welt geboren wurde. Die ersten Bilder, Kommentare und Likes stammen jedoch nicht von ihnen selbst, sondern von Eltern, Grosseltern und anderen Bezugspersonen. Digitale Prägung beginnt früh – und sie wird vorgelebt.
Die Generation Alpha wächst mit enormen Möglichkeiten auf. Informationen sind jederzeit verfügbar, Kommunikation scheinbar grenzenlos. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie viel ist zu viel? Wie finden junge Menschen Orientierung in einer Welt voller Reize, Meinungen und Informationen? Wer hört ihnen wirklich zu? Und wie lernen sie, mit Fake News, KI-generierten Inhalten und permanenten Vergleichen umzugehen?
Neben der digitalen Realität wirken klassische Entwicklungsfaktoren weiter: Erziehung, Peergroups, gesellschaftliche Ereignisse und Erwartungen – und nicht zuletzt die Pubertät. All das beeinflusst Jugendliche in einer Phase, in der Identität, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit zentrale Themen sind.

Was die Generation Alpha besonders braucht, ist ein Umfeld, das Selbstverwirklichung ermöglicht, ein angenehmes Betriebs- und Bindungsklima bietet und zeitnahes, konstruktives Feedback zulässt. Gefragt sind Lernorte, an denen Beziehung vor Bewertung steht und Entwicklung vor Perfektion.
Hier kommen Berufsbildnerinnen und Berufsbildner ins Spiel, nicht primär als Wissensvermittelnde, sondern als Coach, Begleitende und Beratende. Eine zentrale Rolle spielt die Passung:
Wertepassung: Stimmen die Werte der Organisation mit jenen der Lernenden überein?
Sinn- und Zielpassung: Erkennen Lernende Sinn, Perspektiven und persönliche Ziele in ihrer Ausbildung?
Passung der Zielgruppe: Erleben Lernende Akzeptanz – so, wie sie sind?
Urteile und Vorurteile sind dafür nicht hilfreich. Der sogenannte Alterseffekt begleitet die Menschheit seit jeher. Viel gewinnbringender ist es, die Diversität in Teams bewusst zu nutzen: voneinander zu lernen, Perspektiven auszutauschen und gemeinsam zu wachsen.
Generation Alpha braucht keine Schubladen – sondern echte Beziehungen, Orientierung und Interesse am Menschen in seiner ganzen Vielfalt.
Seminarempfehlung: Generation Alpha – gemeinsam Zukunft gestalten
Dieses Online-Seminar ist an folgenden Daten jeweils von 09:00 - 11:30 Uhr geplant: Mo, 9.3.2026 | Do, 18.6.2026 | Do, 3.9.2026 | Di, 1.12.2026




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